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An der Seite Skorzenys
 
Fucker, Karl
An der Seite Skorzenys
Jäger im grauen und grünen Rock
19,90 EUR
Best.Nr. 3512
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lieferbar
Buch
 
Genre(s):Weltkriege & Militaria
 
Autor:Karl Fucker
 
Umfang:220 Seiten
 
Bindung:kartoniert
 
Verlag:Aula-Verlag
 
Auflage:2009
 
Zusatzinfo:Große Schrift - für Senioren sehr lesefreundlich
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Produktbeschreibung:
Das vorliegende Buch ist der Erlebnisbericht des Sudetendeutschen Karl Fucker (Jahrgang 1915), der als junger Mann das Ende der Demokratie in Österreich, und als engagierter Nationalsozialist am eigenen Leib die Repressionen des austrofaschistischen Dollfuß- und später Schuschnigg-Regimes miterleben mußte. Die Not trieb viele in die Arme der Nationalsozialisten, so auch den jungen Karl. 1931 trat er der Hitlerjugend bei, 1934 der illegalen SS. Dafür wanderte er 1936 als, 21-Jähriger für 14 Monate ins Gefängnis. Zu fünf Monaten schweren Kerkers verurteilt, wurde er ins berüchtigte "Anhaltelager" Wöllersdorf gesteckt, wo nur „Politische“ untergebracht waren.

Ausführlich beschreibt Fucker, neben so mancher Jagd, die Zeit des Umbruchs in Österreich 1938, an dem er aktiv mitwirkte. 1941 wurde Untersturmführer (Leutnant) Karl Fucker an die Eismeerfront nach Karelien versetzt. Sehr anschaulich schildert er den langen Weg und die klimatischen Widrigkeiten, denen er und seine Kameraden ausgesetzt waren. Vor allem der Kampf im Polarwinter gegen die Sowjets, bei bis zu minus 43 Grad, zwang zu äußersten Anstrengungen. Für seinen Einsatz wurde Fucker mit dem EK I, dem Infanteriesturmabzeichen und der Nahkampfspange ausgezeichnet.

Anfang 1943 wechselte Fucker ins SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt, wobei er Leiter der Bauleitung Groß-Berlin der Waffen-SS und Polizei unter Brigadeführer Dr. Hans Kammler wurde, dem späteren Sonderbeauftragter für die V-Waffen. Der junge Österreicher hatte etwa einen bombensicheren Stahlbetonbunker für kriegswichtige Akten zu planen und zu errichten.

1944 meldete sich der Blutordensträger freiwillig zu den SS-Jagdverbänden, die der damalige Sturmbannführer Otto Skorzeny aufzustellen hatte. Dieser beauftragte Fucker, in Friedenthal bei Berlin den SS-Jagdverband „Mitte“ aufzustellen, und übertrug ihm später die Führung über die Sondereinsatzabteilung, in der vorübergehend Soldaten der Waffen-SS mit Kamikaze-Einstellung erfaßt wurden.

Zu seinem letzten Einsatz kam der Autor mit seinem Jagdverband „Mitte“ Anfang 1945, als alle verfügbaren Einheiten Skorzenys nach Schwedt an der Oder verlegt wurden, um den Sowjets die Überquerung der Oder zu verunmöglichen. Dort verteidigten einen Monat lang das Fallschirmjägerbataillon 600 und Fuckers Jagdverband „Mitte“ den Brückenkopf Schwedt erfolgreich, ehe sie abgezogen wurden. Der Autor wurde kurz vor Kriegsende von Skorzeny für seine Leistungen an der Oder für das Deutsche Kreuz in Gold vorgeschlagen. Bei Kriegsende gehörte Fucker dem „Schutzkorps Alpenland“ an, mit dem der inzwischen zum Oberst beförderte Standartenführer Skorzeny noch Widerstand leisten wollte. Zur befohlenen Verhaftung Görings mußte der Autor nicht mehr schreiten. Nachdem der Kontakt zu Skorzeny abgebrochen war, weil dieser sich mit seinen Kämpfern in die Berge abgesetzt hatte, löste Fucker seinen Jagdverband am 8. Mai 1945 auf und entließ seine Männer.

Nach Kriegsende durchlief der Autor zahlreiche Gefangenenlager, bis er schließlich ins berüchtigte Konzentrationslager Glasenbach kam, wo sich viele Prominente, etwa auch der Dichter Bruno Brehm, aufhielten. Bis zum Tode Skorzenys 1975 in Spanien hielt Fucker Kontakt zu seinem ehemaligen Vorgesetzten. Der Autor bekam in der neuerrichteten Republik Österreich erneut Benachteiligung und Verfolgung zu spüren. Von einem Volksgericht wurde er zu einer Kerkerstrafe und Vermögensverfall verurteilt.

Abhandlungen über Genese und Selbstverständnis der Waffen-SS sowie die genaue Beschreibung der Befreiung des Duce am Gran Sasso im Jahre 1943 beschließen das informative und spannend geschriebene Buch, das der jüngeren Generation die Geschichte der 1930er- und 40er Jahre aus der Sicht eines Zeitzeugen näherbringen soll, und in dem der leidgeprüften Erlebnisgeneration sicher die ein oder andere Passage bekannt vorkommt. Um den Älteren das Lesen leichter zu machen, wurde für das Buch eine große Schrift gewählt.

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